März 2026 – Deine Stimme zählt
Liebe Leser:innen,
eine menschenrechtsbasierte Demokratie lebt von den Stimmen aller Bürger:innen. Frauen mit Migrationsgeschichte sind in den Gemeinderäten und im Landtag von Baden-Württemberg – im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil – starker unterrepräsentiert als alle anderen Gruppen (Mediendienst Integration, 2020, 2021).
Die mangelnde politische und gesellschaftliche Sichtbarkeit von Frauen mit Migrationsgeschichte außerhalb sozialer Hilfsstrukturen führt dazu, dass ihre Rechte und Belange im politischen Entscheidungsprozess unzureichend berücksichtigt werden. Diese Ungleichheit fördert Entfremdung und mangelndes Vertrauen gegenüber staatlichen Institutionen.
Die Inanspruchnahme des eigenen Wahlrechts ist nicht nur ein demokratisches Instrument, sondern auch eine Möglichkeit, Lösungen für drängende gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln – etwa die ungleichen Bildungschancen für Kinder oder die fehlende Anerkennung formaler Qualifikationen und Fachwissen von Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrungen auf dem Arbeitsmarkt.
Daher ist es von großer Bedeutung, dass mehr Frauen mit Migrationsgeschichte am 08. März wählen gehen und gewählt werden, um neue Strukturen und Netzwerke zu schaffen, die wiederum ihr politisches Engagement und ein demokratisches Miteinander stärken.
Dr. rer. pol. Lucimara Brait-Poplawski, Hochschullehrerin, Vorstandsvorsitzende FiF
Ein Beitrag von FiF mit Unterstützung von LpB Baden-Württemberg
Forum Internationaler Frauen Baden-Württemberg e.V.
https://www.forum-internationaler-frauen.org
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
https://www.lpb-bw.de/
Quellen:
Mediendienst 2020/2021: https://mediendienst-integration.de/artikel/15-abgeordnete-mit-migrationshintergrund.html;
https://mediendienst-integration.de/artikel/nur-2-prozent-haben-einen-migrationshintergrund.html (Zugriff: 31.10.2025)

